Das ist:

Robert KORNs homepage.

Hier geht´s nur um Astronomie.

Zunächst -trotzdem- zu mir: Ich bin gebürtiger Frankfurter (Main),  Jahrgang 50,  und lebe seit Sommer 2001 in meiner kleinen Berghütte im Oberallgäu auf etwas über 1000 müM, wo ich mitten unterm lieben  Weidevieh für meine Leidenschaft recht brauchbare Bedingungen finde. 

Die warnfarbige Tonne neben mir ist mein "Celestron C8"- ein mittlerweile betagtes Spiegelteleskop in Schmidt-Cassegrain-Bauweise mit 20 cm Öffnung , das Ende der 70er, Anfang der 80er Jahre in USA gefertigt wurde und das ich Anfang 1997 gebraucht gekauft habe, nachdem mich das dringende Bedürfnis überfiel, an meine astronomische Leidenschaft aus Schülerzeiten wieder anzuknüpfen. Das Instrument habe ich auf einer vor einiger Zeit gebraucht erworbenen Vixen ATLUX montiert.



An sich ist diese Montierung für ein Instrument dieser Größenklasse überdimensioniert - aber das Arbeiten mit dieser Kombination ist, was Positioniergenauigkeit der fast genau eingescheinerten Montierung und Feinfühligkeit beim Ansteuern im Zusammenspiel mit einer FS2-Steuerung von Michael Koch anbetrifft, eine reine Freude!

 

Da ich nicht ans Stromnetz angeschlossen bin und meinen elektrischen Energiebedarf aus zwei Solarpaneelen decke, kann ich mir lange Sitzungen am PC zwecks Bearbeitung von CCD-Bildern nicht leisten. Daher halte ich meine Beobachtungen mit dem Zeichenstift fest.

Inzwischen habe ich mir allerdings eine digitale Spiegelreflexkamera nutzbar machen können, dazu weiter unten.


Aktuell: Sommerzeit, Insektenzeit - Achtung!!

Der seit vielen Jahren brav und zuverlässig nachführende und positionierende Skysensor spielte auf einmal nicht mehr richtig mit: In RA "geht er vor". ??... Zunächst mal habe ich die Motoren getauscht, RA an Dek, Dek an RA. Danach hatte ich eine zuverlässige Nachführung, aber das Positionieren klappte nicht, jetzt spielte der Dek (vorher RA) Motor nicht mehr nach den Regeln. Also hab ich diesen Motor aufgemacht und aus seinem Gehäuse rausgezogen - und da war die Schadenursache
offensichtlich:
Ein Insekt hatte sich das Motorgehäuse als Brutstätte für den Nachwuchs ausgesucht und den Inkrement-Geber auf der Motorachse mit Baumaterial zugekleistert,
hier das Bild:

Wo ich dann schon mal dabei war, habe ich mir auch den Rest der Steuerung aufgeschraubt und angeschaut - und bin in der Steuerelektronik fündig geworden. Da hatte sich ein Spinnentier (?) zwischen den EPROMS eingerichtet. Hier das Bild dazu:

Das war dann nicht so ganz einfach zu beseitigen, zumal die Sauerei unter den Bauteilen weiterging und ich die Chips gaaaanz vorsichtig aushebeln mußte.

Die Gespinste sind sehr klebrig und widersetzen sich den Entfernungs-Bemühungen mit Pinzette, Alkohol und - Zahnbürste. Aber mit etwas Geduld hab ich es weggebracht.

Natürlich muß
hinterher das komplette Setup neu gerichtet werden, es empfiehlt sich sehr, die individuell gesetzten Parameter zuvor zu notieren...



Jetzt läuft wieder alles wie zuvor. Und ich werde Montierung und Steuerung häufiger wieder ins Haus räumen, wenn keine Beobachtungen anstehen.

 




Aktuell: Sensationelle Sonnenaktivität - vorbei...

Die Gruppe # 2673 brachte serienweise Röntgenflares der stärksten Kategorien, darunter ein X 9.8 am 6. September... Ich berichtete..

Jetzt ist nicht viel los, aber wenn man genau hinsieht, tut sich doch was:



Hier die Aufzeichnung des Signalpegels der amerikanischen Marinefunkstelle NAA in Cutler/Maine vom
5. Oktober.

Ich konnte immerhin ein ziemlich schwaches C1 flare aufzeichnen.

Weiter:

Das Auf und Ab zu Beginn der Aufzeichnung rührt von der Überlagerung zwischen Boden- und Raumwelle des Signals, und das verursacht eine Phasenverschiebung, die zu teilweiser Auslöschung oder Verstärkung führt. Ursache ist der Umstand, daß der Signalweg USA/Europa zu Beginn der Aufzeichnung teils bereits auf der Tagseite, teils noch in der Nachtseite lag.
Mit fortschreitender Sonneneinstrahlung über den Signalweg von Ost nach West ändert sich die Ionisierung der Hochatmosphäre. Das hat Auswirkungen auf den Signalweg der Raumwelle und resultiert in dem registrierten Effekt.

 

 

 

 

Weiter habe ich einen gebrauchten (ich habe ein faible für gebrauchte Instrumente!) dreizölligen Refraktor von Vixen mit klassischem Öffnungsverhältnis f/14 erworben, mit dem ich meine -sofern das Wetter es erlaubt- täglichen Sonnenbeobachtungen im Weißlicht mache..

Der Voreigentümer hat dem Fernrohr einen zweizölligen Crayford-Auszug spendiert - sehr praktisch!!

Leider werden diese klassischen Fraunhofer-Refraktoren kaum mehr hergestellt.


 

Hier ein Bild dieser Gerätschaften, der 3"-Refraktor im Vordergrund sitzt auf der GP-DX Montierung, diese wiederum auf einer leichten und für diesen Zweck ausreichenden Säule aus Plastik-Kanalrohr.

 





 



 

Was wird geboten?:

Mit Positionskreis und Mikrometerschraube Doppelsterne messen - seit neun Jahren messe ich Abstand und Positionswinkel von Doppelsternen. Inzwischen zählt die Liste fast 900 Einträge. Ein ebenso unerschöpfliches wie wenig spektakuläres Betätigungsfeld für ernsthafte Beobachter, die damit auch Sinnvolles für die Wissenschaft beisteuern können.

Sonnenbeobachtung mittels Längstwellen-Radio.

Ich stelle ein zum Längstwellenempfänger umfunktioniertes gebrauchtes selektives Pegelmeßgerät vor. Außerdem einen kleinen Selbstbau-Vorverstärker, der mit Operationsverstärker arbeitet: Einfach und effektiv!



Neu! Empfangsanlage für solares Rauschen auf 8m/37MHz



Ein weiteres radioastronomisches Projekt, mit bescheidenem Mittel-Einsatz realisiert.

Rechts die grafische Auswertung einer 24-Stunden-Aufzeichnung, die einen deutlichen Tag/Nacht - Unterschied der hereinkommenden Radio-Strahlungsleistung zeigt.


 

 

Und schließlich eine Auswahl der Ergebnisse meines "zeichnerischen Schaffens":

Ein kleiner Exkurs zu visuell erzielbaren Ergebnissen fortlaufender visueller Jupiterbeobachtung anhand der über die Opposition 2001/2002 zu verfolgenden Entwicklung eines "dark rift" im NEB.

Ferner: Marszeichnungen der „großen Opposition“des Jahres 2003, und zwar als "Galerie" der in fast täglicher Abfolge erstellten Zeichnungen im Juni/Juli 2003.
Dazu verweise ich auch auf die homepage von Matthias Juchert; wir versuchten 2003 (ist schon eine Weile her...) ein gemeinsames Mars-Beobachtungsprojekt:
Er von Brandenburg, ich vom Oberallgäu aus. Wir haben einen Beobachtungs- und Erfahrungsbericht fertiggestellt, der hier zu lesen ist.

Außerdem eine Zusammenfassung der in der Marsopposition 2005 gemachten Beobachtungen zu vorübergehenden Phänomenen beim roten Nachbarn.

Die Erfahrungen mit meinem C8 und dem Skysensor 2000 PC - mit einigen Reparaturtips. Dazu Erfahrungen und eine summarische Bewertung der seit 2011 an der ATLUX eingesetzten Steuerung FS-2 vom Koch Michael.

Die Sonnen-Seite mit gezeichneten Flecken-Serien.

Vielleicht finden Sie dabei ja etwas, das für Sie von Interesse ist, das würde mich freuen.

Die Beiträge wurden zuletzt aktualisiert am 6. Oktober 2017.

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