Das ist:

Robert KORNs homepage.

Hier geht´s nur um Astronomie.

Zunächst -trotzdem- zu mir: Ich bin gebürtiger Frankfurter (Main),  Jahrgang 50,  und lebe seit Sommer 2001 in meiner kleinen Berghütte im Oberallgäu auf etwas über 1000 müM, wo ich mitten unterm lieben  Weidevieh für meine Leidenschaft recht brauchbare Bedingungen finde. 

Die warnfarbige Tonne neben mir ist mein "Celestron C8"- ein mittlerweile betagtes Spiegelteleskop in Schmidt-Cassegrain-Bauweise mit 20 cm Öffnung , das Ende der 70er, Anfang der 80er Jahre in USA gefertigt wurde und das ich Anfang 1997 gebraucht gekauft habe, nachdem mich das dringende Bedürfnis überfiel, an meine astronomische Leidenschaft aus Schülerzeiten wieder anzuknüpfen. Das Instrument habe ich auf einer vor einiger Zeit gebraucht erworbenen Vixen ATLUX montiert.



An sich ist diese Montierung für ein Instrument dieser Größenklasse überdimensioniert - aber das Arbeiten mit dieser Kombination ist, was Positioniergenauigkeit der fast genau eingescheinerten Montierung und Feinfühligkeit beim Ansteuern im Zusammenspiel mit einer FS2-Steuerung von Michael Koch anbetrifft, eine reine Freude!

 

Da ich nicht ans Stromnetz angeschlossen bin und meinen elektrischen Energiebedarf aus zwei Solarpaneelen decke, kann ich mir lange Sitzungen am PC zwecks Bearbeitung von CCD-Bildern nicht leisten. Daher halte ich meine Beobachtungen mit dem Zeichenstift fest.




Die Marsopposition 2018...

hatte ihren Höhepunkt am 27. Juli des Jahres erreicht, es war eine an sich für Beobachtungen sehr günstige Perihel-Opposition - ABER sie fand in sehr niedrigen Deklinationen statt,
bei - 25°!

Das bedeutete eine Höhe über Horizont von um 20° - für meine Verhältnisse. Indessen hatte ich brauchbare Beobachtungsverhältnisse, die Luft war recht ruhig und die Wolken rar.

ABER:

Für Wochen war die Oberfläche des Planeten von einem "globalen" Staubsturm eingehüllt. Der verdeckte Strukturen und Details bis zur vollkommenen Unkenntlichkeit. So war zum Beispiel die Südpolarkappe nicht mehr weiß, sondern komplett eintönig gleich der übrigen Oberfläche des Planeten eingefärbt. Einige Ergebnisse:



Hier meine Zeichnung vom 27. Juli, der Staubsturm war noch recht aktiv. Sie zeigt im 1. Quadranten einen dunklen Flecken, das ist Solis lacus, eine an sich prominente dunkle Struktur.

Den hellen Flecken direkt unterhalb der Südpolarkappe interpretiere ich als Argyre I, die dunkleren Schattierungen darunter sind das, was vom mare Erythraeum aktuell visuell sichtbar ist.

Der dunkle Schatten, der im Grenzbereich zwischen dem 3. und 4. Quadranten aufscheint ist das, was von Sinus Sabaeus sichtbar geblieben war. Vor zwei Wochen war da noch garnichts mehr zu sehen.

Interessant die kleinen dunklen polwärts orientierten Knoten im "Kragen" der SPC. Die sind zur Zeit das einzige einigermaßen kontrastreiche Detail und ich hatte sie auch schon auf den Zeichnungen anderer Beobachter gesehen, sodaß es sich um reales Detail handeln dürfte.

 

 

 

Hier nun die Zeichnung vom 8. Oktober, der Zentralmeridian ist fast gleich wie bei der vorstehenden Zeichnung vom 27. Juli. Trotz erheblich kleineren Durchmessers des Planetenscheibchens - aktuell nur knapp 15 Bogensekunden, ist wesentlich mehr detaillierte Struktur erkennbar.
Der Planet zeigt jetzt deutliche Phase.

Sinus Sabaeus im 4. und 3. Quadranten kommt wie eine Katzenpfote daher,

darunter im 2. Niliacus Lacus und mare Acidalium.

Im 1. fällt die deutlich begrenzte helle Bucht auf - Argyre.

Die Südpolarkappe hat sich verkleinert, dafür hat sich im Norden die CO2-eisige Nebelhaube über der Polarregion etabliert mit einem hellen Ausläufer auf die Mittagsseite des Planeten hin.

Die Beobachtungen werden sich fortsetzen lassen, bis der Planet einen Durchmesser von 10" unterschreitet. Bislang habe ich 14 Zeichnungen zustande gebracht. Nach dem Ende der Opposition werde ich hier eine kleine Übersicht und Auswertung meiner Ergebnisse vorstellen.

 

 

Wie meine Mama häufig sagte: "das Beste kommt zum Schluß..." So auch diesmal:

Am 18. Oktober, der Planet maß nur noch etwas über 13" und zeigte schon ausgeprägt Phase - eine von diesen raren "Planetennächten" mit Feuchtigkeit, eher wenig Transparenz, aber einer sehr ruhigen Luft. So konnte ich am Fünfzöller ohne weiteres 300-fache Vergrößerung nutzen mit dem 6mm orthoskopischen Okular von Vixen.
Leider findet man diese nach meiner Meinung für die visuelle Planetenbeobachtung ausgezeichnet geeigneten Okulare kaum noch neu angeboten.

Jedenfalls eine bemerkenswerte Detailfülle: Syrtis Maior im 2. Quadranten prominent, dazu der Übergang in Sinus meridiani. Sehr schön Syrtis Minor an der Grenze vom 3. zum 4. Direkt unterhalb der SPC ein sehr heller Fleck: Zen Lacus. Im 3. aufkommend mare Cimmerium.

Über dem Nordpol -unten- eine schwach ausgeprägte Dunsthaube, die sich in die Tagseite hineinzieht.

 

 

 

 

Neu: Ein Rückblick auf 15 Jahre visuelle Marsbeobachtung.
Die Marsoppositionen 2003 bis 2018 anhand ausgewählter Beispiele.

 

 

 

Weiter habe ich einen gebrauchten (ich habe ein faible für gebrauchte Instrumente!) dreizölligen Refraktor von Vixen mit klassischem Öffnungsverhältnis f/14 erworben, mit dem ich Sonnenbeobachtungen im Weißlicht mache..

Der Voreigentümer hat dem Fernrohr einen zweizölligen Crayford-Auszug spendiert - sehr praktisch!!

Leider werden diese klassischen Fraunhofer-Refraktoren kaum mehr hergestellt.


 

Hier ein Bild dieser Gerätschaften, der 3"-Refraktor im Vordergrund sitzt auf der GP-DX Montierung, diese wiederum auf einer leichten und für diesen Zweck ausreichenden, mit Erde und Steinen gefüllten Säule aus Plastik-Kanalrohr.

 





 



 

 

Was wird geboten?:

Mit Positionskreis und Mikrometerschraube Doppelsterne messen - seit zehn Jahren messe ich Abstand und Positionswinkel von Doppelsternen. Inzwischen zählt die Liste über 900 Einträge. Ein ebenso unerschöpfliches wie wenig spektakuläres Betätigungsfeld für ernsthafte Beobachter, die damit auch Sinnvolles für die Wissenschaft beisteuern können.

Sonnenbeobachtung mittels Längstwellen-Radio.

Ich stelle ein zum Längstwellenempfänger umfunktioniertes gebrauchtes selektives Pegelmeßgerät vor. Außerdem einen kleinen Selbstbau-Vorverstärker, der mit Operationsverstärker arbeitet: Einfach und effektiv!


Neu: Sonnenbeobachtung "vom anderen Ende her" - im Ghz-Bereich

Seit November 2018 habe ich damit begonnen, der Sonne im 3cm - Wellenbereich näher zu rücken. Früher war das nur mit erheblichem Aufwand möglich - jetzt ist sowas mit Standardkomponenten aus der "Sat-Empfangstechnik" und einem Spezialempfänger erschwinglich zu realisieren.

 

Und schließlich eine Auswahl der Ergebnisse meines "zeichnerischen Schaffens":

Ein kleiner Exkurs zu visuell erzielbaren Ergebnissen fortlaufender visueller Jupiterbeobachtung anhand der über die Opposition 2001/2002 zu verfolgenden Entwicklung eines "dark rift" im NEB.

Ferner: Marszeichnungen der „großen Opposition“des Jahres 2003, und zwar als "Galerie" der in fast täglicher Abfolge erstellten Zeichnungen im Juni/Juli 2003.
Dazu verweise ich auch auf die homepage von Matthias Juchert; wir versuchten 2003 (ist schon eine Weile her...) ein gemeinsames Mars-Beobachtungsprojekt:
Er von Brandenburg, ich vom Oberallgäu aus. Wir haben einen Beobachtungs- und Erfahrungsbericht fertiggestellt, der hier zu lesen ist.

Außerdem eine Zusammenfassung der in der Marsopposition 2005 gemachten Beobachtungen zu vorübergehenden Phänomenen beim roten Nachbarn.

Die Erfahrungen mit meinem C8 und dem Skysensor 2000 PC - mit einigen Reparaturtips. Dazu Erfahrungen und eine summarische Bewertung der seit 2011 an der ATLUX eingesetzten Steuerung FS-2 vom Koch Michael.

Die Sonnen-Seite mit gezeichneten Flecken-Serien.

Vielleicht finden Sie dabei ja etwas, das für Sie von Interesse ist, das würde mich freuen.

Die Beiträge wurden zuletzt aktualisiert am 12. Februar 2019.

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Bin zu erreichen unter: robertjkorn(at)aol.com

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